Mit Bedauern habe ich den Paradigmenwechsel in der Peter-Zwegat-Show „Raus aus den Schulden“ zur Kenntnis genommen. Weg von den Sozialschmarotzern, hin zu den angeblich bedürftigen Menschen. Aber in dieser Woche gab es wieder einen sehenswerten Härtefall, der einem komplett die Lust am Steuernzahlen nimmt: Drei Zweifamilienhausbesitzer, Vater, Mutter, Tochter mit 1400-Euro-Haushaltsnettoeinkommen, zwei Kleinwagen, einem Motorroller, zwei Kindern und einem Haushaltssklaven. Der beste Satz, ein Schlag ins Gesicht gegen jegliche Form eines Sozialstaats, kam aus dem dem Mund der übergewichtigen, ca. 22-jährigen Tochter Sonja L.: »Ich brauch das Auto, um damit zur „Tafel“ (Armenspeisung) zu fahren.«
Dieser Höhepunkt des deutschen Privatfernsehens wurde leider nicht eingefangen im folgenden Youtube-Clip. Er versöhnt aber mit den Worten eines sichtlich angepissten Rocker-Präsis, der den Schulden-Pennern mit seinen Kumpels die Bude renovierte, ohne Dankeschön, ohne dass man einen Kasten Bier hinstellt, ohne dass da einer ein paar Schnitten geschmiert hat. „In so einer Position würde ich auch gerne mal sein.“ Enjoy!
Oder wie sagte es Immanuel Kant? „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.“ Und das heißt Lesenlernen! Und sich nicht die Märchen vorlesen zu lassen, während andere Menschen arbeiten, wie bei Peter Zwegat zu sehen war. - Und die Bibel? 2. Thessalonicherbrief 3. Kapitel, Vers 10 Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen. In diesem Sinne äußerte sich noch der Sozialist August Bebel anno 1897 in “Die Frau und der Sozialismus“ (Darauf bezieht sich in unserer postmodernen Zeit der Kleingartenvereinskassenwartdarsteller Müntefering): „Der Sozialismus stimmt mit der Bibel darin überein, wenn diese sagt: Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.“ Darauf ein Glas Champagner - von Aldi. Weiter so, Kapitalismus! (Und der hätte ja nach Bebel schon 1907 kaputt sein müssen.)
Sonntag, 9. November 2008
Dienstag, 23. September 2008
„Extrem gespart ... “
Ach, früher hieß es noch Lumpenproletariat, heutzutage gehört schon zur Unterschicht, wer sich nur eine BOSS-Jeans aus der Vorjahreskollektion leisten kann. Armes Deutschland. In der aktuellen 132-Euro-Debatte (die eine 18-Milliarden-Euro-Debatte ist) gibt es immer wieder kompetente Stimmen, die wissen, was das Existenzminimum ist.
Bettina „Twister“ Winsemann, Telepolis.de-Schreiber*, analysiert die 132-Euro-Studie der TU Chemnitz und bringt sie auf den Punkt. »Auch beim Hygienebedarf wird extrem gespart. Laut Studie benötigt man lediglich alle zwei Monate eine Zahnbürste und einen Friseurbesuch, vier Einwegrasierer reichen einen Monat lang aus, ebenfalls wird nur einmal pro Woche gewaschen, was bei dem Bedarf, der an Kleidung ermittelt wurde, kaum machbar ist. ... Fakt ist, dass die Politik "Hartz IV" geschaffen hat, warum aber Wissenschaftler dann mit solchen weltfremden Zahlen agieren, ist die nächste Frage.« (Telepolis, 9.9.08)
Fakt ist - liebe Zonis - ein Waschmittel aus dem Westen, und sonst gar nichts. Einwegrasierer sind keine Einmalrasierer, alle Männer, die ich kenne, benutzen Einwegrasierer schichtenübergreifend ca. eine Woche lang, man könnte fast sagen, das gehört zur männlichen Identität mit dazu. Weltfremd erscheint mir nur der vermutlich weibliche Telepolis-Beiträger.
Bettina „Twister“ Winsemann, Telepolis.de-Schreiber*, analysiert die 132-Euro-Studie der TU Chemnitz und bringt sie auf den Punkt. »Auch beim Hygienebedarf wird extrem gespart. Laut Studie benötigt man lediglich alle zwei Monate eine Zahnbürste und einen Friseurbesuch, vier Einwegrasierer reichen einen Monat lang aus, ebenfalls wird nur einmal pro Woche gewaschen, was bei dem Bedarf, der an Kleidung ermittelt wurde, kaum machbar ist. ... Fakt ist, dass die Politik "Hartz IV" geschaffen hat, warum aber Wissenschaftler dann mit solchen weltfremden Zahlen agieren, ist die nächste Frage.« (Telepolis, 9.9.08)
Fakt ist - liebe Zonis - ein Waschmittel aus dem Westen, und sonst gar nichts. Einwegrasierer sind keine Einmalrasierer, alle Männer, die ich kenne, benutzen Einwegrasierer schichtenübergreifend ca. eine Woche lang, man könnte fast sagen, das gehört zur männlichen Identität mit dazu. Weltfremd erscheint mir nur der vermutlich weibliche Telepolis-Beiträger.
Donnerstag, 11. September 2008
Mit 132 Euro in Chemnitz

Freiheit der Forschung? Von wegen. Das haben die Chemnitzer Wirtschaftwissenschaftler Prof. Thießen und Dipl.-Kfm Fischer sicherlich schnell gemerkt, als sie ganz elementare wissenschaftliche Fragen aufgestellt haben. Was ist eigentlich ein Existenzminimum? Warum soll der Staat für Schnaps und Zigaretten aufkommen? Muss man Mineralwasser trinken, wenn es auch hervorragendes Trinkwasser direkt aus dem Hahn gibt?
Der Höhepunkt der Desinformationsberichterstattung nach Spiegel-Online, AP-Bericht und anschließenden Großbuchstaben der Bild-„Zeitung“ war der gestrige von Fehlern nur so wimmelnder Stern-TV-Beitrag auf RTL.
Ein “Student“ soll mit den 4,40 Euro (schon 1 Prozent gespart) auskommen. Er bekommt irgendetwas vorgesetzt, ein paar Scheiben Graubrot, ein halbes (wie gemein!) Fischstäbchen. Ein auf den Tisch geworfenes Hähnchen wird mit einem überzogenen Preis angegeben. Das, was der "Student" einkauft, wird ihm hinterher nicht vorgesetzt. Abschließend trinkt er noch "nach Drehschluss" ein Glas Apfelsaft. "Experiment" gescheitert.
Ein Fliege tragender Kasper ohne jegliche wissenschaftliche Qualifikation vom paritätischen Wohlfahrtsverband pöbelt nur rum und besitzt auch noch die Frechheit, den Autoren der Studie Inkompetenz vorzuwerfen. (Später als "Studioexperte" im Studio beantwortet der übergewichtige Armutsexperte die Fragen Jauchs nicht oder weicht in Allgemeinplätze aus.)
Eine subjektive Kamera fährt im Blair-Witch-Stil durch die Gänge der TU Chemnitz (die auch irgendwie erbärmlicher aussieht als so manche Hartz-IV-Bude auf Mallorca) und findet eine verschlossene Tür vor, auf der steht, dass man nur noch per E-Mail mit der Außenwelt kommuniziere. Ach nein, hat man da gar nicht nach einem Interviewtermin angefragt? Sehr schön war dann auch ein zusammenhangloses Schriftstück, in dem eine einzige Zeile angemarkert war.
Es wurde nicht einmal auf die Studie eingegangen. Mein persönlicher Höhepunkt war, als den „Herren Professoren“ ihr Professorentum vorgeworfen wurde, und sie somit - das wurde impliziert, aber nicht ausgesprochen - als die Besserverdiener keine Ahnung vom sozialen unteren Rand hätten. - Dem möchte ich nunmal widersprechen: Es gibt sehr wohl Akademiker, die während ihres Studiums mit wesentlich weniger als dem sogenannten Existenzminimum ausgekommen sind. Der Autor dieser Zeilen gehört dazu und es gibt nicht wenige Leute, die diesem zynischen Anspruchsdenken der deutschen Alkoholikerklasse mit extremen Befremden gegenüberstehen.
Aber schön: die Chemnitzer sind auf 4,44 Euro pro Tag gekommen, das deckt sich mit den hier empirisch gewonnenen 4,25 Euro, in denen auch noch Alkohol enthalten ist.
Aber man kann ja auch mal nicht mit Pfennigbeträgen rechnen. Dennken wir doch mal im großen Maßstab: 7.5 Millionen Fanta4-Empfänger bekommen pro Monat, von denen ein Jahr 12 Stück hat 200 Euro zuviel. Wir stellen die Berechnung an, zu der ein durchschnittlicher 16-Jähriger dank umfangreicher Pädagogikreformen nicht mehr fähig ist:
7500000 x 12 x 200 € = 18000000000 Euro = 18 Milliarden Euro
Das, lieber Prof. Thießen, lieber Herr Fischer, ist ein Betrag, für den es jede Menge Gesinnungsjournalisten gibt.
Montag, 3. März 2008
Immer nur Nudeln mit Hacksauce?
Natürlich nicht. Aber es sollte schon klar sein, dass man sich Bio-Lamm abschminken sollte. Da bezahlt ja man noch den Supervisor für den Therapeuten des Schlachters mit. Überhaupt sollte man sich von der Bangemacherei der Gesundheitsapostel nicht beeindrucken. Bis auf bei ganz harten Alkoholikern, die sich zu 95 Prozent von CH3-CHOH ernähren, treten in Deutschland so gut wie keine Vitaminmangelkrankheiten auf. Ihr inneres Hunger- und Appetitgefühl ist meist der bessere Ernährungsberater, als die ganze Bagage von Ernährungscoaches. An dieser Stelle deshalb ein Lob auf die Kartoffelchips. Mehr Ernährung für so wenig Geld gibts wohl kaum.
Thilos Bestes

Deutsche Leitkultur at its best. Würstchen mit Kartoffelpüree und Sauerkraut. An einem englischen Rasthof durfte ich schon mal 20 Euro für einen kleineren Teller bezahlen, zuhause in Teutonistan ist mit ca. 2 Euro schon das Bier dabei.
Hanuto

Hack, Nudeln, Tomatensauce. Noch Fragen?
Klöße in Tomatensauce

Aus den übriggebliebenen Aldi-Bratwürstchen wird das Fleischbrät herausgelöst und zun Klößen geformt. Die Tomatensauce wird auf spanische Art mit Mandelmehl, das aus den Vorräten der Aldi-Weihnachtsbäckerei stammt, angedickt. Sehr lecker. Dazu Brot und einen fruchtigen Weißen.
Ratatouille

Wenn Auberginen im Angebot sind, zugreifen und ein Ratatouille draus zubereiten. Einfach schnell. Günstig.
Pfannkuchen mit Champignons und Pfifferlingen

Es muss nicht immer nur Marmelade sein. Pfannkuchen ist eine einfache Sache aus dem Grundvorrat. Das teuerste waren die Pfifferlinge aus dem Glas für einen Euro.
Thilos Bestes

Deutsche Leitkultur at its best. Würstchen mit Kartoffelpüree und Sauerkraut. An einem englischen Rasthof durfte ich schon mal 20 Euro für einen kleineren Teller bezahlen, zuhause in Teutonistan ist mit ca. 2 Euro schon das Bier dabei.
Hanuto

Hack, Nudeln, Tomatensauce. Noch Fragen?
Klöße in Tomatensauce

Aus den übriggebliebenen Aldi-Bratwürstchen wird das Fleischbrät herausgelöst und zun Klößen geformt. Die Tomatensauce wird auf spanische Art mit Mandelmehl, das aus den Vorräten der Aldi-Weihnachtsbäckerei stammt, angedickt. Sehr lecker. Dazu Brot und einen fruchtigen Weißen.
Ratatouille

Wenn Auberginen im Angebot sind, zugreifen und ein Ratatouille draus zubereiten. Einfach schnell. Günstig.
Pfannkuchen mit Champignons und Pfifferlingen

Es muss nicht immer nur Marmelade sein. Pfannkuchen ist eine einfache Sache aus dem Grundvorrat. Das teuerste waren die Pfifferlinge aus dem Glas für einen Euro.
Suppenkasper
Die u. a. Minestrone reichte für zwei Personen drei Tage. Hier die Zutaten: 3 Möhren, 1/4 Sellerieknolle, 125 g Nudeln, 1 Stange Porree, 2 Zwiebeln, 1 Knoblauchzehe, 1 Zucchini, 1 Dose Tomaten, 1 Glas Brühe, Parmesan und Olivenöl kostet zusammen 3,60 Euro., dh. pro Portion 0,60 Euro.
Ausgaben heute: 1,20 Euro für ein frisches Baguette.
In den vorangegangen Wochen wurde zurückgekocht, ich ging also mit einem guten Zwanni aus dem Herz4-Monat.
Ausgaben heute: 1,20 Euro für ein frisches Baguette.
In den vorangegangen Wochen wurde zurückgekocht, ich ging also mit einem guten Zwanni aus dem Herz4-Monat.
Sonntag, 2. März 2008
Neue Runde
So viel ist im Selbstversuch klar geworden: Mit 4,25 Euro pro Tag kann man sich hervorragend ernähren. Da hat Thilo Sarrazin einfach recht. Klar ist auch, der Bohei, der um seine drei Beispielmenüs veranstaltet wurde, war inszeniert von der kommunistischen Partei mit dem ständig wechselnden Namen, mit dem Ziel, noch mehr von auch meinem Geld für ihre grenzdebile, autoritätshörige Wählerschaft loszueisen. „Zynisch“ war nicht Herr Sarrazin, zynisch ist die gezielte Gleichsetzung von Armut mit relativer Armut.
Vorher

Eine handvoll Gemüse, Dosentomaten, Fertigbrühe, ein Schneidbrett und ein Kochmesser.
Nachher

Eine leckere Minestrone im Jamie-Oliver-Style
Bisherige Erfahrungen
1. Man sollte gänzlich auf Kneipen- und Restaurantbesuche verzichten und stattdessen Geselligkeiten im Privaten organisieren! Außerdem: Stullen schmieren, Thermoskannen und Wasserflaschen verwenden
2. Man muss wirklich jedesmal auf die Preise achten! Hatte ich bislang ein ungefähres vages Gefühl für den Gesamtpreis der Waren im Korb, so rechne ich jetzt noch mal nach, und achte auf Cent-Beträge, die sich dann doch zusammenläppern.
3. Vorsicht vor Gelegenheitskäufen! Hier mal schnell ein Lattesonstwas, da mal ein Buch gekauft, schon ist das schöne Geld futsch.
4. Mit der Umschlagtechnik habe ich richtig Geld gespart! Das Monatsbudget wird aufgeteilt und in vier richtige physikalische Briefumschläge (einen für jede Woche) gesteckt. Die Geldautomatenkarte bleibt zuhause. Das verhindert unüberlegte Spontankäufe!
5. Man sollte seine Vorräte im Auge behalten, damit man nichts wegschmeißen muss. Einmal pro Woche größer einkaufen, zwischendurch auf Angebote achten. Ein moderner Kühlschrank mit anständigem Tiefkühlfach ist super, ein extra TK-Schrank einfach großartig.
Vorher

Eine handvoll Gemüse, Dosentomaten, Fertigbrühe, ein Schneidbrett und ein Kochmesser.
Nachher

Eine leckere Minestrone im Jamie-Oliver-Style
Bisherige Erfahrungen
1. Man sollte gänzlich auf Kneipen- und Restaurantbesuche verzichten und stattdessen Geselligkeiten im Privaten organisieren! Außerdem: Stullen schmieren, Thermoskannen und Wasserflaschen verwenden
2. Man muss wirklich jedesmal auf die Preise achten! Hatte ich bislang ein ungefähres vages Gefühl für den Gesamtpreis der Waren im Korb, so rechne ich jetzt noch mal nach, und achte auf Cent-Beträge, die sich dann doch zusammenläppern.
3. Vorsicht vor Gelegenheitskäufen! Hier mal schnell ein Lattesonstwas, da mal ein Buch gekauft, schon ist das schöne Geld futsch.
4. Mit der Umschlagtechnik habe ich richtig Geld gespart! Das Monatsbudget wird aufgeteilt und in vier richtige physikalische Briefumschläge (einen für jede Woche) gesteckt. Die Geldautomatenkarte bleibt zuhause. Das verhindert unüberlegte Spontankäufe!
5. Man sollte seine Vorräte im Auge behalten, damit man nichts wegschmeißen muss. Einmal pro Woche größer einkaufen, zwischendurch auf Angebote achten. Ein moderner Kühlschrank mit anständigem Tiefkühlfach ist super, ein extra TK-Schrank einfach großartig.
Mittwoch, 20. Februar 2008
Mein Senf
Ein Klassiker aus der Rubrik “Billig, schnell, gut“ sind die Eier in Senfsoße. Kostenpunkt 0,55 Euro pro Portion.

Ausgaben 3,50 Euro
Dienstag: Flammkuchen

Montag: Brot, Wein, Käse.
Sonntag: Hähnchenbrust mit geschmorten Zwiebeln und Paprika

Samstag: Day off - Eingeladen im Steakhaus
Freitag: Lachs mit Farfalle und Erbsen

Ausgaben 3,50 Euro
Dienstag: Flammkuchen

Montag: Brot, Wein, Käse.
Sonntag: Hähnchenbrust mit geschmorten Zwiebeln und Paprika

Samstag: Day off - Eingeladen im Steakhaus
Freitag: Lachs mit Farfalle und Erbsen
Donnerstag, 14. Februar 2008
Reste verwerten

Italienischer Brotsalat
Trockenes Weißbrot in croutongroße Stücke schneiden, Kirschtomaten halbieren, getrocknete Tomaten in Streifen schneiden, einen Mozzarella in entsprechend große Würfel. Alles vermengen. In 2 EL weißen Balsamico eine Knoblauchzehe hineinpressen, 4 EL Olivenöl dazu, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Über Brot und Tomaten geben, vermengen, 20 min ziehen lassen. 1-2 TL Kapern dazu, eine Handvoll Basilikumblätter in Streeifen schneiden. Fertig. - Dazu passt: ein Hähnchenbrustfilet und ein trockener Weißwein.
Mittwoch, 13. Februar 2008
Scharf wie Chili
Die Diskussion wird immer härter. Thilo Sarrazins drei Vorschläge, wie man eine Mahlzeit billig für unter 4,25 Euro zubereitet, führt zu immer absurderen Diskussionen. Deswegen gab es heute scharfes Chili.

Chili con carne 2 Personen
250 g Hack (90 c) anbraten, Zwiebel und Knoblauch dazu, mit Pfeffer, Salz, reichlich Chili würzen, tomatisieren, scharfes Paprikapulver dazu, mit etwas Brühe ablöschen, eine große Dose Tomaten (40 c) dazu, mit einem Lorbeerblatt aus eigener Zucht 20 min köcheln lassen. Eine Dose Kidneybohnen (30 c) und eine Dose Gemüsemais (30 c) abspülen, abtropfen, hinzufügen. Dazu ein frisches Baguette (120 c). Zwei Personen: 3,00 Euro. Mit Wein 4.45. Preis pro Löffler: 2.22 Euro
Ausgaben 1,20 Euro
Kumuliert 198,62 Euo
Budget* - 67,97 Euro
Chili con carne 2 Personen
250 g Hack (90 c) anbraten, Zwiebel und Knoblauch dazu, mit Pfeffer, Salz, reichlich Chili würzen, tomatisieren, scharfes Paprikapulver dazu, mit etwas Brühe ablöschen, eine große Dose Tomaten (40 c) dazu, mit einem Lorbeerblatt aus eigener Zucht 20 min köcheln lassen. Eine Dose Kidneybohnen (30 c) und eine Dose Gemüsemais (30 c) abspülen, abtropfen, hinzufügen. Dazu ein frisches Baguette (120 c). Zwei Personen: 3,00 Euro. Mit Wein 4.45. Preis pro Löffler: 2.22 Euro
Ausgaben 1,20 Euro
Kumuliert 198,62 Euo
Budget* - 67,97 Euro
Dienstag, 12. Februar 2008
Schneller essen, langsamer Geld ausgeben
Koller-Tag. Die Geliebte murrt, sie verlangt alles außer Gehacktem. Und schnell muss es gehen. Ein Fall für den Dosenöffner. Linsensuppe mit Würstchen aus dem Vorrat (2,59 Euro), dazu frisches Baguette (1,20 Euro) und Bier. (2 x 0,5 l = 0,60 Euro). Abschließend je eine Banane (2 x 0,16 = 0,32 Euro). Ergibt für zwei Personen 4,71 Euro, für eine Person 2,35 Euro.

Um die Kosten für die Tagesverpflegung zu ermitteln, kommen noch 0,30 Euro für Kaffee und Cantuccini dazu sowie 1,00 Euro für einen Cheeseburger. Ergibt 3,65 Euro. Zum Fernsehabend (Räum dein Leben auf, NDR 21 Uhr. Megatrash!) gab es dann noch eine halbe Tüte Chips (0,30) und ein weiteres Bier (0,30). Da sind sie: 4,25 Euro.
Dann flog noch eine Rechnung ins Haus, die Telefongesellschaft stellt 55 Euro in Rechnung. Langsam wirds knapp. Es wird Zeit, das verbleibende Tagesbudget neu zu kalkulieren. Dann sollte ich noch den Sparfuffi für die Rücklagen berechnen, und die H4-Kürzung, wegen der Warmwasserpauschale in der Miete, wie Kommentatorin „Heidi“ zu recht bemerkte.
Monatsbudget 335 Euro - 142,42 bisherige Ausgaben - 55,00 Telefon- 26,60 Monatskarte - 50,00 Euro Rücklage = 60,98 Euro.
60,98 für 18 Tage: 3,38 Euro pro Tag. Ujuijuijuijui.

Um die Kosten für die Tagesverpflegung zu ermitteln, kommen noch 0,30 Euro für Kaffee und Cantuccini dazu sowie 1,00 Euro für einen Cheeseburger. Ergibt 3,65 Euro. Zum Fernsehabend (Räum dein Leben auf, NDR 21 Uhr. Megatrash!) gab es dann noch eine halbe Tüte Chips (0,30) und ein weiteres Bier (0,30). Da sind sie: 4,25 Euro.
Dann flog noch eine Rechnung ins Haus, die Telefongesellschaft stellt 55 Euro in Rechnung. Langsam wirds knapp. Es wird Zeit, das verbleibende Tagesbudget neu zu kalkulieren. Dann sollte ich noch den Sparfuffi für die Rücklagen berechnen, und die H4-Kürzung, wegen der Warmwasserpauschale in der Miete, wie Kommentatorin „Heidi“ zu recht bemerkte.
Monatsbudget 335 Euro - 142,42 bisherige Ausgaben - 55,00 Telefon- 26,60 Monatskarte - 50,00 Euro Rücklage = 60,98 Euro.
60,98 für 18 Tage: 3,38 Euro pro Tag. Ujuijuijuijui.
Montag, 11. Februar 2008
Was muss, das muss ... weg
Das Hack läuft heute ab, die Tomaten schrumpeln schon so langsam, einige Zwiebeln freuen sich schon auf den Frühling. Und das bedeutet …

Nudeln mit Tomaten-Hacksoße Für 2 Personen
Wasser aufsetzen, 250 g Penne rigate (30 Cent) in Salzwasser kochen. 250 g gemischtes Hack (95 Cent) im billigen und hitzeresistenten Sonnenblumenöl (1 EL ca. 1 Cent) scharf anbraten. Salzen. Zwiebel (3 Cent) und Knoblauchzehe (2 Cent) schälen und hacken, hinzufügen. 100 g Cherryrispentomaten (75 Cent) vierteln und hinzufügen. Mit einem Achtelliter Gemüsebrühe ablöschen. Mit Pfeffer, Salz, Chili, Kräuter der Provence (1 Cent) würzen, mit Tomatenmark (5 Cent) andicken, etwas gutes Olivenöl (10 Cent) zufügen, mit 1 EL schwarzem Balsamicoessig (10 Cent) verfeinern. Nudeln abgießen, mit Soße vermengen (im Nudeltopf natürlich). Einen Mozzarella (60 Cent) kleinschneiden, separat in Schale servieren. (Gesamt 2,85 Euro)
Chilenischen Cabernet Sauvignon (140 Cent) öffnen. Servietten, Gabel, Glas und Wein auf den Tisch. Mozzarellaschale und gefüllte Teller hinterher. (Macht pro Nase: 2,175 Euro, genau die Hälfte der 4,25 Tageseuro ohne Alk!)
Ausgaben 5,00 Euro (Kippen, Cheeseburger)
Kumuliert 140,22
Budget - 23,51
Und schon wieder: Matthäus 25.

Nudeln mit Tomaten-Hacksoße Für 2 Personen
Wasser aufsetzen, 250 g Penne rigate (30 Cent) in Salzwasser kochen. 250 g gemischtes Hack (95 Cent) im billigen und hitzeresistenten Sonnenblumenöl (1 EL ca. 1 Cent) scharf anbraten. Salzen. Zwiebel (3 Cent) und Knoblauchzehe (2 Cent) schälen und hacken, hinzufügen. 100 g Cherryrispentomaten (75 Cent) vierteln und hinzufügen. Mit einem Achtelliter Gemüsebrühe ablöschen. Mit Pfeffer, Salz, Chili, Kräuter der Provence (1 Cent) würzen, mit Tomatenmark (5 Cent) andicken, etwas gutes Olivenöl (10 Cent) zufügen, mit 1 EL schwarzem Balsamicoessig (10 Cent) verfeinern. Nudeln abgießen, mit Soße vermengen (im Nudeltopf natürlich). Einen Mozzarella (60 Cent) kleinschneiden, separat in Schale servieren. (Gesamt 2,85 Euro)
Chilenischen Cabernet Sauvignon (140 Cent) öffnen. Servietten, Gabel, Glas und Wein auf den Tisch. Mozzarellaschale und gefüllte Teller hinterher. (Macht pro Nase: 2,175 Euro, genau die Hälfte der 4,25 Tageseuro ohne Alk!)
Ausgaben 5,00 Euro (Kippen, Cheeseburger)
Kumuliert 140,22
Budget - 23,51
Und schon wieder: Matthäus 25.
35 Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. 36 Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet. Ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen und ihr seid zu mir gekommen.
Sonntag, 10. Februar 2008
Reibekuchen

Für zwei Personen: Drei Äpfel (40 Cent) schälen, entkernen, klein schneiden. Mit etwas Wasser sowie Zimt und Zucker in einem Kochtopf erhitzen, musig kochen. - 400 g Kartoffeln (20 Cent) schälen, waschen, reiben. Kartoffelschnitzel leicht ausdrücken. Eine Handvoll Haferflocken (5 Cent) dazu. Eine Zwiebel dazureiben, etwas Muskatnuss, Pfeffer und Salz (generös: 10 Cent) ein Ei (15 Cent). Alles gut vermengen und in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze mit etwas Butterschmalz (20 Cent) braten. Macht zusammen: 1,15 Euro, Einzelportion 60 Cent. Dazu ein Bier (30 Cent). Menüpreis pro Person 0,90 Euro.
Ausgaben: 0,00
Kumuliert 135,22
Budget - 29,12
Samstag, 9. Februar 2008
Sarrazin 4 Punkt 25
Schön, dass auch Thilo Sarrazin das Thema dieses Blogs aufgegriffen hat. Er wird hiermit zum Schutzheiligen dieses Blogs ernannt. Es wird niemanden überrascht haben, dass eine gewisse popoulistische Partei, deren führende West-Exponenten zur sogenannten Toskana-Fraktion gehörten, sich nicht mit den Erfahrungen der alten Sozis identifizieren konnten und ihn, als Wessi mit Ost-Wurzeln aufs Niederträchtigste diffamieren müssen. Thilo Sarrazin hat es gewagt, einen Speiseplan für die H4-Bezieher aufzustellen, und aus nicht nachvollziehbaren Gründen wird dies als „Zynismus“ deklariert.
Aber irgendjemand muss es doch diesen Ostdeppen einmal sagen, dass der Regelsatz nicht für eine Premiere-Abo, Ratenzahlungen für den Plasmabildschirm und Trinkgeld für den Sushi-Bringdienst zu verwenden sind. Wie immer, wenn in diesem Land ein Politiker einmal einen wirklich konstruktiven Vorschlag macht, wird er mit unsachlichen Argumenten, billigem Spott und noch billigerer Häme niedergemacht. Einer muss es doch mal diesen Pennern dagen, dass mit Hartz IV keine Neuwagen, keine Swingerclub-Abos, kein DomRep-Urlaub und keine zwei Schachteln Zigaretten pro Tag zu machen sind.
Die 4 Euro 25, die man gut und gerne auf 3,80 runterkürzen könnte, sind nämlich auch mein Geld. Geld, das von meinem Bruttogehalt, direkt an die Fingernadelstudios und Tätowierläden der Bekloppten und Bescheuerten überwiesen wird. Das wäre auch Geld, mit dem ich mir Waren kaufen könnte (Stichwort Binnennachfrage), die mir sozialversicherungspflichtige und steuernzahlende Verkäufer, Hersteller und Lieferanten bereitstellen würden.
Darauf einen Malt-Whiskey aus dem Discounter.

Ohne den Mut Sarrazins zu schmälern (-denn bislang hat ja niemand den immanenten Widerspruch in der Künastschen Aussage, dass Armut und Fettleibigkeit korreliert sind, so richtig wahrgenommen-), gibt es natürlich etwas zu bekritteln. Typisch ist der nostalgische Ablauf der Mahlzeiten: kräftiges Frühstück, feistes Mittagsmahl und Abendbrot-Brot.
Ich beginne den Tag mit einem schwarzen Kaffee und selbstgebackenen Cantuccini, die kilogrammweise Resteverwertung aus der Discounter-Weihnachtsbäckerei ist. Gegen Mittag nehme ich als Angestellter nur einen Snack, Sandwiches oder Reste vom Vortag, zu mir und verlege die Hauptmahlzeit auf den Abend.
Ausgaben heute: Aldi 22,92, Lidl 0,18, Kiosk 4,00 Euro = 27,10 Euro.
Ausgaben 27,10
Kumuliert 135,22
Budget - 39,73
Aber irgendjemand muss es doch diesen Ostdeppen einmal sagen, dass der Regelsatz nicht für eine Premiere-Abo, Ratenzahlungen für den Plasmabildschirm und Trinkgeld für den Sushi-Bringdienst zu verwenden sind. Wie immer, wenn in diesem Land ein Politiker einmal einen wirklich konstruktiven Vorschlag macht, wird er mit unsachlichen Argumenten, billigem Spott und noch billigerer Häme niedergemacht. Einer muss es doch mal diesen Pennern dagen, dass mit Hartz IV keine Neuwagen, keine Swingerclub-Abos, kein DomRep-Urlaub und keine zwei Schachteln Zigaretten pro Tag zu machen sind.
Die 4 Euro 25, die man gut und gerne auf 3,80 runterkürzen könnte, sind nämlich auch mein Geld. Geld, das von meinem Bruttogehalt, direkt an die Fingernadelstudios und Tätowierläden der Bekloppten und Bescheuerten überwiesen wird. Das wäre auch Geld, mit dem ich mir Waren kaufen könnte (Stichwort Binnennachfrage), die mir sozialversicherungspflichtige und steuernzahlende Verkäufer, Hersteller und Lieferanten bereitstellen würden.
Darauf einen Malt-Whiskey aus dem Discounter.

Ohne den Mut Sarrazins zu schmälern (-denn bislang hat ja niemand den immanenten Widerspruch in der Künastschen Aussage, dass Armut und Fettleibigkeit korreliert sind, so richtig wahrgenommen-), gibt es natürlich etwas zu bekritteln. Typisch ist der nostalgische Ablauf der Mahlzeiten: kräftiges Frühstück, feistes Mittagsmahl und Abendbrot-Brot.
Ich beginne den Tag mit einem schwarzen Kaffee und selbstgebackenen Cantuccini, die kilogrammweise Resteverwertung aus der Discounter-Weihnachtsbäckerei ist. Gegen Mittag nehme ich als Angestellter nur einen Snack, Sandwiches oder Reste vom Vortag, zu mir und verlege die Hauptmahlzeit auf den Abend.
Ausgaben heute: Aldi 22,92, Lidl 0,18, Kiosk 4,00 Euro = 27,10 Euro.
Ausgaben 27,10
Kumuliert 135,22
Budget - 39,73
Freitag, 8. Februar 2008
Schwarzer Freitag / Wurstsalat reloaded
Unverhofft kommt oft. Morgens mit einer Hornhautentzündung aufgewacht. Musste einen Arzt aufsuchen, macht 10 Euro Praxisgebühr und durfte schließlich nochmal 5 Euro Rezeptgebühr abdrücken. 15 fette Euro. Dann habe ich mir noch Luxuskaffee gekauft (9,50 für 500 g, aber es lohnt sich!) und einen Haarschnitt beim 11-Euro-Friseur.
Dann gibt es noch Unterstützung aus Berlin: Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) hat einen Speiseplan für einen Ein-Personenhaushalt ausgearbeitet. Er meint, mit 4,25 Euro kommt man über die Runden, vorausgesetzt, man verzichtet auf Alkohol. (Quelle: Die Welt) - Das entspricht auch meinen Beobachtungen.
Ausgaben heute: Friseur 11,00, Krankenkassezurkenntnisnahmegebühr 10,00 Rezeptblockverwaltungsgebühr 5,00, Zuvor-auf-Scharlatanreingefallenbetrag 4,41, Dekadenzkaffee 9,50, PLUS 2,34 = 42,25
Ausgaben 42,25
Kumuliert 108,12
Budget - 23,24
Dann gibt es noch Unterstützung aus Berlin: Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) hat einen Speiseplan für einen Ein-Personenhaushalt ausgearbeitet. Er meint, mit 4,25 Euro kommt man über die Runden, vorausgesetzt, man verzichtet auf Alkohol. (Quelle: Die Welt) - Das entspricht auch meinen Beobachtungen.
Ausgaben heute: Friseur 11,00, Krankenkassezurkenntnisnahmegebühr 10,00 Rezeptblockverwaltungsgebühr 5,00, Zuvor-auf-Scharlatanreingefallenbetrag 4,41, Dekadenzkaffee 9,50, PLUS 2,34 = 42,25
Ausgaben 42,25
Kumuliert 108,12
Budget - 23,24
Donnerstag, 7. Februar 2008
Wurstsalat
Mit einem Bündel Euro in der Tasche ging es wieder in den DMW (Discounter meiner Wahl), um die Vorräte aufzufüllen sowie die letzten Ergänzungen des Einkaufszettels einzuholen. Bier und Gurken! Denn heute sollte es Wurstsalat geben. (Grundlage des Wurstsalats war eine 650 g schwere Fleischwurst für 1,75 Euro.)

Der Einkauf belief sich auf 21,41 Euro. Außer Nahrungsmitteln kaufte ich noch Verbrauchsmaterial wie Müllbeutel und Spülmittel sowie Schnürsenkel und Schuhputzzeug. - Das erste Resümee lautet, dass man mit 70 Euro pro Woche sehr wohl zwei Personen ernähren kann, inklusive Alkohol und Zigaretten.
Ausgaben 21,41
Kumuliert 65,87
Budgetplus 8,40

Der Einkauf belief sich auf 21,41 Euro. Außer Nahrungsmitteln kaufte ich noch Verbrauchsmaterial wie Müllbeutel und Spülmittel sowie Schnürsenkel und Schuhputzzeug. - Das erste Resümee lautet, dass man mit 70 Euro pro Woche sehr wohl zwei Personen ernähren kann, inklusive Alkohol und Zigaretten.
Ausgaben 21,41
Kumuliert 65,87
Budgetplus 8,40
Sparspaß
Diesen Tag ging es mit 12,70 + 10,50 = 23,20 Euro ins Rennen. Heutige Ausgaben: 5,20 Euro, dh. 4 Euro für pure Luxus-Zigaretten und 1,20 Euro für ein Baguette.
Aus dem Rinderhack (2,19) vom Vortag wurden mit Milch, Ei, Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel Hackfleischbällchen geformt, die eine halbe Stunde in einer Tomatensoße aus der Dose, mit Zwiebeln, Knoblauch und Öl bereitet und anschließend mit gemahlenen Mandeln (Reste aus der Weihnachtsbäckerei) angedickt wurde. Mit Brot und Wein (chilenischer Cabernet Sauvignon 1,45 Euro) kommt man auf üppige 6 Euro für drei reichhaltige Portionen.

Übrig bleiben zusätzlich für morgen: 18 Euro. Ich habe Fantasien über den Kauf von Gold.
Ausgaben 05,20 Euro
Kumuliert 44,46 Euro
Budget + 19,20 Euro
Aus dem Rinderhack (2,19) vom Vortag wurden mit Milch, Ei, Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel Hackfleischbällchen geformt, die eine halbe Stunde in einer Tomatensoße aus der Dose, mit Zwiebeln, Knoblauch und Öl bereitet und anschließend mit gemahlenen Mandeln (Reste aus der Weihnachtsbäckerei) angedickt wurde. Mit Brot und Wein (chilenischer Cabernet Sauvignon 1,45 Euro) kommt man auf üppige 6 Euro für drei reichhaltige Portionen.

Übrig bleiben zusätzlich für morgen: 18 Euro. Ich habe Fantasien über den Kauf von Gold.
Ausgaben 05,20 Euro
Kumuliert 44,46 Euro
Budget + 19,20 Euro
Dienstag, 5. Februar 2008
Wer hat, dem wird gegeben
Das Tagesbudget betrug 11,60 von Vortag zuzüglich der täglichen 10,50 Euro. Insgesamt 22,10 Euro. - Also schnell die Ausgaben des heutigen Tages zusammenzählen: 1 Euro für einen Cheeseburger, 1,35 Euro für einen doppelten Espresso mit Schaum, 9,17 für Einkäufe im Discounter. Macht 11,34 Euro, dann schenkte mir eine Verkäuferin 2 Euro, die sie beim Zusammenfegen fand. Ein Zeichen! Also wieder runter auf 9,34 Euro. Morgen geht es mit einem Bonus von 12,70 Euro weiter.

Abends gab es Pfannkuchen: Mehl, Eier, Milch, etwas Marmelade und Zimtzucker. Wir teilten uns zu zweit 6 Pfannkuchen für ca. 0,90 Euro. Es gab Wein und Trauben. Zwei Nasen, zweieinhalb Euro, approximately.
Ausgaben 9,34 Euro
Kumuliert 39,26 Euro
Budget +13,79 Euro

Abends gab es Pfannkuchen: Mehl, Eier, Milch, etwas Marmelade und Zimtzucker. Wir teilten uns zu zweit 6 Pfannkuchen für ca. 0,90 Euro. Es gab Wein und Trauben. Zwei Nasen, zweieinhalb Euro, approximately.
Ausgaben 9,34 Euro
Kumuliert 39,26 Euro
Budget +13,79 Euro
Montag, 4. Februar 2008
Teilhabe 2
Mit den 6,60 von gestern und den 10,60 von heute, ging ich also mit 17,20 Euro ins Rat Race. War also gewappnet für die Unplanbarkeit der Zukunft, die mir eine Einladung der Vorgesetzten zum Mittagstisch ins Kontor schlug. Für eine Bratwurst mit Kartoffelbrei und Karottenquadern, dem Preis der gesellschaftlichen Teilhabe, musste ich also 3,35 Euro ausgeben. Auf dem Nachhauseweg kaufte ich mir noch ein Baguette für 1,20 Euro. 17,20 - 4,55 = 12,65 Euro, die ich mit in den nächsten Tag schleppe. Okay, ich muss gestehen: da gab es noch eine Spülbürste, die ich ersetzen musste, dh. 1,05 Euro muss noch abgezogen werden, bleiben aber immer noch 11,60 Euro. Eine Telefonkartenladung rückt in greifbare Nähe.
Da sich aber schon jetzt eine Überfinanzierung abzeichnet, habe ich bereits 150 Euro auf ein Sparkonto transferiert. Es kann ja nicht Sinn der Sache sein, das Geld zu verplempern. (Ich verkneife mir nicht den demütigen Hinweis auf Matthäus 25, 26 ff.)
Für weitere Erbauung (kulturelle Teilhabe) habe ich bei einem Kollegen angefragt, ob nicht zufällig in seinem Science-Fiction-Universum einen Planeten namens „The Moon is a Harsh Mistress“ von Robert A. Heinlein kreisen würde, jenem Buch, das die Rede vom nicht-existenten freien Mahl prägte.

Mein höchst frugales Abendmahl bestand aus einem Ofenkäse (1,45), einem Baguette (1,20) und einer Hemina Weißwein (1,05). Kosten: ca. 3,70 Euro. Bei den Mönchen las ich das Wort von der Armut ohne Bedürftigkeit. Da kann man mal drüber nachdenken.
Ausgaben _5,60 Euro
Kumuliert 29,92 Euro
Budget + 12,52 Euro
Da sich aber schon jetzt eine Überfinanzierung abzeichnet, habe ich bereits 150 Euro auf ein Sparkonto transferiert. Es kann ja nicht Sinn der Sache sein, das Geld zu verplempern. (Ich verkneife mir nicht den demütigen Hinweis auf Matthäus 25, 26 ff.)
26Sein Herr aber antwortete und sprach zu ihm: Böser und fauler Knecht! du wußtest, daß ich ernte, wo ich nicht gesät, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe? 27So solltest du nun mein Geld den Wechslern gegeben haben, und wenn ich kam, hätte ich das Meine mit Zinsen erhalten. 28Nehmet nun das Talent von ihm und gebet es dem, der die zehn Talente hat; 29denn jedem, der da hat, wird gegeben werden, und er wird Überfluß haben; von dem aber, der nicht hat, von dem wird selbst, was er hat, weggenommen werden.Oder wie Luther übersetzte: Heulen und Zähneklappern.
30Und den unnützen Knecht werfet hinaus in die äußere Finsternis: da wird sein das Weinen und das Zähneknirschen.
Für weitere Erbauung (kulturelle Teilhabe) habe ich bei einem Kollegen angefragt, ob nicht zufällig in seinem Science-Fiction-Universum einen Planeten namens „The Moon is a Harsh Mistress“ von Robert A. Heinlein kreisen würde, jenem Buch, das die Rede vom nicht-existenten freien Mahl prägte.

Mein höchst frugales Abendmahl bestand aus einem Ofenkäse (1,45), einem Baguette (1,20) und einer Hemina Weißwein (1,05). Kosten: ca. 3,70 Euro. Bei den Mönchen las ich das Wort von der Armut ohne Bedürftigkeit. Da kann man mal drüber nachdenken.
Ausgaben _5,60 Euro
Kumuliert 29,92 Euro
Budget + 12,52 Euro
Sonntag, 3. Februar 2008
Soziokulturelles Existenzminimum
Ein schönes Wort ist „Teilhabe“. Ich weiß nicht, was das sein soll. Ich vermute, es bedeutet im Bürokratenjargon so etwas wie „Mitleidsgeld“. Wenn man arm ist, kann man natürlich nicht jeden Tag im Hotel Atlantic dinieren. (Es sei denn, man hat - wie Udo Lindenberg - einen besonderen Deal.) Aber einmal in der Woche sollte man sich doch ein Bier in einem gastronomischen Betrieb leisten können dürfen. Das hatte ich mir auch gegönnt, meinen Bekannten etwas von „Fastenzeit“ und „Hartz-IV-Wochen“ und wurde … eingeladen. Da in diesem Etablissement, dessen Name ich aus Rücksicht vor den Verfolgungen entsprechender rücksichtsloser, quasi-terroristischer Vereine nicht nenne, Aschenbecher herumstanden, revanchierte ich mich, indem ich eine Ziggy-Karte am Tresen begehrte, und eine beleglose Packung Zigaretten zog. Macht 4,00 Euro. Eigentlich hatte ich mir ja ausgerechnet, dass eine Zigarette 24 Cent kostet, und Zigarettenkonsum nur durch das Sammeln von Pfandflaschen erarbeitet werden sollte. Aber ich war in Spendierlaune und hatte ja noch immer 6 Euro in der Tasche.
Abends gab es Nudeln mit Hacksoße. Siehe unten. Dank billigerem Wein: 2,00 Euro

Und das Wort zum Sonntag, Thema Teilhabe. Matthäus 25. Das Gleichnis von den zehn Jungfrauen.
Ausgaben _4,00 Euro
Kumuliert 24,32 Euro
Abends gab es Nudeln mit Hacksoße. Siehe unten. Dank billigerem Wein: 2,00 Euro

Und das Wort zum Sonntag, Thema Teilhabe. Matthäus 25. Das Gleichnis von den zehn Jungfrauen.
1Alsdann wird das Reich der Himmel gleich geworden sein zehn Jungfrauen, welche ihre Lampen nahmen und ausgingen, dem Bräutigam entgegen. 2Fünf aber von ihnen waren klug und fünf töricht. 3Die, welche töricht waren, nahmen ihre Lampen und nahmen kein Öl mit sich; 4die Klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen mit ihren Lampen. 5Als aber der Bräutigam verzog, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein.
6Um Mitternacht aber entstand ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam! gehet aus, ihm entgegen! 7Da standen alle jene Jungfrauen auf und schmückten ihre Lampen. 8Die Törichten aber sprachen zu den Klugen: Gebet uns von eurem Öl, denn unsere Lampen erlöschen. 9Die Klugen aber antworteten und sagten: Nicht also, damit es nicht etwa für uns und euch nicht ausreiche; gehet lieber hin zu den Verkäufern und kaufet für euch selbst. 10Als sie aber hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam, und die bereit waren, gingen mit ihm ein zur Hochzeit; und die Tür ward verschlossen. 11Später aber kommen auch die übrigen Jungfrauen und sagen: Herr, Herr, tue uns auf! 12Er aber antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euch nicht. {Mt.7,23}
13So wachet nun, denn ihr wisset weder den Tag noch die Stunde.
Ausgaben _4,00 Euro
Kumuliert 24,32 Euro
Samstag, 2. Februar 2008
Der erste Einkauf
Mit 21 Euro geht es erstmals zum H4-Shopping in den Discounter meines Vertrauens. Ich hatte mir eine Einkaufsliste zusammengestellt, die verbrauchten Vorräte (Wein!) mussten ersetzt werden, der Kühlschrank gefüllt werden, die nächsten Tage müssen zu bewältigen sein. Ich kaufte: ein halbes Pfund Butter, 4 Flaschen französischen Rotwein, 1 kg Mehl, 1 l H-Vollmilch, 1 l Orangensaft, 2 Tüten Kartoffelchips, 1 Beutel Mini-Milky-Way-Imitate, 200 g Kochschinken, 300 g Scheibenkäse, einen Eisbergsalat, eine Packung (750 g) Toastbrot, geräucherte Putenbrust, 500 g gemischtes Hack und ein Töpfchen Crème fraîche. Alles zusammen: 20,32 Euro.
Im Hinterkopf hatte ich schon ein Gericht für den Abend, nur wollte ich zuvor noch meine Freundin zum Kauf von etwas animieren, was sie sich schon lange leisten wollte. In den Haushaltswarenabteilungen sind zur Zeit Pfannen-Wochen, ja auch Haushaltswaren unterliegen periodischen Preisschwankungen! Ich wusste, sie wollte eine schwere beschichtete Pfanne haben. Gut, unser Haushalt verfügt über 2 große Edelstahlpfannen, 1 riesige Edelstahlpfanne, ich glaube, man nennt das Teil Sautierpfanne, 1 Single-Miniedelstahlpfanne sowie 1 flache Teflonpfanne mit - gewaffeltem Boden. (Was für ein Unfug! Der gewaffelte Boden, nicht der Besitz mehrere Pfannen!) Eine Bratreine könnte man auch noch als Pfanne verwenden. Gottseidank haben wir keinen Wok. Das wärs noch. - Also im Kaufhaus war Sale, die Verkäuferin zeigte uns die letzte, der von 70 auf 30 Euro reduzierte WMF-Pfannen und meine Geliebte stand bald danach an der Kasse, nicht ohne mir auf dem Weg dorthin unauffällige Tipps hinsichtlich des nahenden Valentinstag zu geben. There ain’t no such thing as a free lunch.

Clubsandwich (Zwei Portionen)
Sechs Scheiben Toastbrot, ca. 0,20 Euro; ein kleines Salatblatt mit etwas Majonaise ca. 0,10 Euro; 4 Scheiben Schinken ca. 0,40 Euro; 2 Eier 25 Cent; 125 g geräucherte Putenbrust 1,00 Euro; 2 Cocktailtomaten, ca. 0,05 Euro; ein halbe Tüte Chips 0,30 Euro. Zusammen: 2,30 Euro, dazu eine Flasche einfachen Merlot 1,50 Euro, macht zusammen 3,80 Euro oder pro Person inklusive Getränk: 1,90 Euro.
(Die Inspiration zu diesem Rezept erhielt ich aus Sebastian Dickhaut: „Ich koche ... “ erschienen bei Gräfe und Unzer 2007. Eine anregende Rezeptsammlung, schön fotografiert. Interessiert?)
Ausgaben 20,32 Euro
Kumuliert 20,32 Euro
Im Hinterkopf hatte ich schon ein Gericht für den Abend, nur wollte ich zuvor noch meine Freundin zum Kauf von etwas animieren, was sie sich schon lange leisten wollte. In den Haushaltswarenabteilungen sind zur Zeit Pfannen-Wochen, ja auch Haushaltswaren unterliegen periodischen Preisschwankungen! Ich wusste, sie wollte eine schwere beschichtete Pfanne haben. Gut, unser Haushalt verfügt über 2 große Edelstahlpfannen, 1 riesige Edelstahlpfanne, ich glaube, man nennt das Teil Sautierpfanne, 1 Single-Miniedelstahlpfanne sowie 1 flache Teflonpfanne mit - gewaffeltem Boden. (Was für ein Unfug! Der gewaffelte Boden, nicht der Besitz mehrere Pfannen!) Eine Bratreine könnte man auch noch als Pfanne verwenden. Gottseidank haben wir keinen Wok. Das wärs noch. - Also im Kaufhaus war Sale, die Verkäuferin zeigte uns die letzte, der von 70 auf 30 Euro reduzierte WMF-Pfannen und meine Geliebte stand bald danach an der Kasse, nicht ohne mir auf dem Weg dorthin unauffällige Tipps hinsichtlich des nahenden Valentinstag zu geben. There ain’t no such thing as a free lunch.

Clubsandwich (Zwei Portionen)
Sechs Scheiben Toastbrot, ca. 0,20 Euro; ein kleines Salatblatt mit etwas Majonaise ca. 0,10 Euro; 4 Scheiben Schinken ca. 0,40 Euro; 2 Eier 25 Cent; 125 g geräucherte Putenbrust 1,00 Euro; 2 Cocktailtomaten, ca. 0,05 Euro; ein halbe Tüte Chips 0,30 Euro. Zusammen: 2,30 Euro, dazu eine Flasche einfachen Merlot 1,50 Euro, macht zusammen 3,80 Euro oder pro Person inklusive Getränk: 1,90 Euro.
(Die Inspiration zu diesem Rezept erhielt ich aus Sebastian Dickhaut: „Ich koche ... “ erschienen bei Gräfe und Unzer 2007. Eine anregende Rezeptsammlung, schön fotografiert. Interessiert?)
Ausgaben 20,32 Euro
Kumuliert 20,32 Euro
Freitag, 1. Februar 2008
Von den Vorräten zehren
Der Zehner wurde nicht angerührt. Die gesamte Tagesgeldration habe ich wieder mitgebracht. Ich hatte mir zwei Sandwiches mit Schinken, Käse und Gurke belegt und Kaffee in einen Thermosbecher abgefüllt (zusammen ca. 0.50 Euro), Leitungswasser aus dem Hahn in einer Halbliterflasche „Evian“ getarnt. Kaum hatte ich die Tupperdose am Kanal hervorgezogen, wurde ich von schnorrenden Lachmöwen umflattert.
Heute erhalte ich den Lohn (Flammkuchen) für die gestrige Mühe (Penne rigate), es wird zurückgekocht. Also ist noch etwas Zeit, um die Kalorien in Cent umzurechnen.
Penne rigate mit Tomaten-Hacksoße (2 üppige Portionen)
250 g Rigatone, ca. 0.40 Euro; 250 g gemischtes Hack 0.90 Euro; 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, Pfeffer, Salz und Gewürze, ca. 0.10 Euro; 5 EL (0.05 l) Olivenöl, ca. 0.20 Euro, 2 EL (0.02 l) Balsamico-Essig, ca. 0.10 Euro; 1 Tüte Napolisoße, 0.60 Euro. Ergibt ca. 2.30 Euro, dh. 1.15 pro Person. Mit einem halben Liter eines ordentlichen spanischen Tempranillo pro Nase für 1.65 Euro macht das 2.90 Euro pro Person.
Flammkuchen Für ein Blech, 2 Personen
Teig: 150 g Mehl, 1/2 Päckchen Hefe, mit Wasser anrühren, gehen lassen. Währenddessen: 2 mittlere Zwiebeln, 1 halbes Paket Aldi-Bauchspeck kleinschnibbeln, aufgegangenen Teig (doppeltes Volumen) mit 1/2 Pckg Crème fraîche bestreichen, mit Bauchspeck belegen, Zwiebeln drüber. Materialkosten: Zwischen 1.00 und 1.20 Euro pro Blech, ca. 0.55 Euro pro Person.. Dazu den vorzüglichen weißen Le Tapie, ein trocken süffiger Gascogner für läppische 3.50 die Flasche. Macht zusammen, Essen plus Wein pro Nase 2.30 Euro. Ich liebe es!
Heutige Ausgaben: 0,00 Euro
Kumuliert: 0,00 Euro
Heute erhalte ich den Lohn (Flammkuchen) für die gestrige Mühe (Penne rigate), es wird zurückgekocht. Also ist noch etwas Zeit, um die Kalorien in Cent umzurechnen.
Penne rigate mit Tomaten-Hacksoße (2 üppige Portionen)
250 g Rigatone, ca. 0.40 Euro; 250 g gemischtes Hack 0.90 Euro; 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, Pfeffer, Salz und Gewürze, ca. 0.10 Euro; 5 EL (0.05 l) Olivenöl, ca. 0.20 Euro, 2 EL (0.02 l) Balsamico-Essig, ca. 0.10 Euro; 1 Tüte Napolisoße, 0.60 Euro. Ergibt ca. 2.30 Euro, dh. 1.15 pro Person. Mit einem halben Liter eines ordentlichen spanischen Tempranillo pro Nase für 1.65 Euro macht das 2.90 Euro pro Person.
Flammkuchen Für ein Blech, 2 Personen
Teig: 150 g Mehl, 1/2 Päckchen Hefe, mit Wasser anrühren, gehen lassen. Währenddessen: 2 mittlere Zwiebeln, 1 halbes Paket Aldi-Bauchspeck kleinschnibbeln, aufgegangenen Teig (doppeltes Volumen) mit 1/2 Pckg Crème fraîche bestreichen, mit Bauchspeck belegen, Zwiebeln drüber. Materialkosten: Zwischen 1.00 und 1.20 Euro pro Blech, ca. 0.55 Euro pro Person.. Dazu den vorzüglichen weißen Le Tapie, ein trocken süffiger Gascogner für läppische 3.50 die Flasche. Macht zusammen, Essen plus Wein pro Nase 2.30 Euro. Ich liebe es!
Heutige Ausgaben: 0,00 Euro
Kumuliert: 0,00 Euro
Der Umschlagtrick
Das Geld wird einmal abgehoben von der Bank, auf 4 oder 5 Briefumschläge verteilt, in die Kasse gelegt und am Stichtag hervorgeholt. Davon wird die jeweilige Tagesportion ins Portemonnaie geschaufelt. Schon jetzt ist klar: Rauchen? Kann man besser gleich drauf verzichten. Die monatliche iTunes-Karte geht nicht mehr. Auf die Logenplätze im Theater muss ich verzichten. Auf Vernissagen immer einen Buffetabräumtuch dabei haben. Aus dem Kaffeekombinat: Aussteigen. Gewerkschaftsbeiträge: Kündigen.
Also: Tagesration 11.50 - 0.89 Bahnaboanteil = 10.61 Euro.
Also: Tagesration 11.50 - 0.89 Bahnaboanteil = 10.61 Euro.
Donnerstag, 31. Januar 2008
Für eine handvoll Euro
Elf Euro und fünfzig Cent, das ist das Tagesbudget eines Hartz-IV-Empfängers. Mindestens einen Monat lang will ich versuchen, der ich gerne über die Kandidaten von „Raus aus der Schuldenfalle“ hergezogen bin, damit auszukommen. In einer norddeutschen Metropole. Die elfeinhalb Euro stehen für Ernährung, Hygiene, Kleidung und was noch so alles anfällt zur Verfügung. Schon auf den ersten Blick wird klar: es muss noch mehr Geld rein. Einnahmen müssen maximiert, Ausgaben müssen minimiert werden.
Zur moralischen Unterstützung habe ich mir das Survival-Handbuch der US-Army heruntergeladen; das Einmaleins der asketischen Lebensweise stellt seit Jahrhunderten die Benediktregel dar und dann gibt es noch für die hochkulturellen fünf Minuten des Tages den „Billigesser“ von Thomas Bernhardt.
Gleich zu Beginn erreicht mich eine Hiobsbotschaft: das Handyguthaben ist fast futsch, Aufladen kostet mindestens 15 Euro, man muss ja erreichbar und rückruffähig bleiben. Dh. die ersten 15 Euro, die wortwörtlich vom Munde abgespart werden müssen, klopfen schon mal an. Und das Monatsticket für die U-Bahn schlägt auch schon mal mit 27 Euro zu Buche. - Was nützt es? Also Obdach ist vorhanden, Nahrung muss zubereitet werden. Wie wärs mit Nudeln mit Tomatensoße? Und einen halben Liter Wein gönnen einem selbst die Mönche. Dann heißt es: Früh in Bett und früher Aufstehen.
Zur moralischen Unterstützung habe ich mir das Survival-Handbuch der US-Army heruntergeladen; das Einmaleins der asketischen Lebensweise stellt seit Jahrhunderten die Benediktregel dar und dann gibt es noch für die hochkulturellen fünf Minuten des Tages den „Billigesser“ von Thomas Bernhardt.
Gleich zu Beginn erreicht mich eine Hiobsbotschaft: das Handyguthaben ist fast futsch, Aufladen kostet mindestens 15 Euro, man muss ja erreichbar und rückruffähig bleiben. Dh. die ersten 15 Euro, die wortwörtlich vom Munde abgespart werden müssen, klopfen schon mal an. Und das Monatsticket für die U-Bahn schlägt auch schon mal mit 27 Euro zu Buche. - Was nützt es? Also Obdach ist vorhanden, Nahrung muss zubereitet werden. Wie wärs mit Nudeln mit Tomatensoße? Und einen halben Liter Wein gönnen einem selbst die Mönche. Dann heißt es: Früh in Bett und früher Aufstehen.
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