Aber irgendjemand muss es doch diesen Ostdeppen einmal sagen, dass der Regelsatz nicht für eine Premiere-Abo, Ratenzahlungen für den Plasmabildschirm und Trinkgeld für den Sushi-Bringdienst zu verwenden sind. Wie immer, wenn in diesem Land ein Politiker einmal einen wirklich konstruktiven Vorschlag macht, wird er mit unsachlichen Argumenten, billigem Spott und noch billigerer Häme niedergemacht. Einer muss es doch mal diesen Pennern dagen, dass mit Hartz IV keine Neuwagen, keine Swingerclub-Abos, kein DomRep-Urlaub und keine zwei Schachteln Zigaretten pro Tag zu machen sind.
Die 4 Euro 25, die man gut und gerne auf 3,80 runterkürzen könnte, sind nämlich auch mein Geld. Geld, das von meinem Bruttogehalt, direkt an die Fingernadelstudios und Tätowierläden der Bekloppten und Bescheuerten überwiesen wird. Das wäre auch Geld, mit dem ich mir Waren kaufen könnte (Stichwort Binnennachfrage), die mir sozialversicherungspflichtige und steuernzahlende Verkäufer, Hersteller und Lieferanten bereitstellen würden.
Darauf einen Malt-Whiskey aus dem Discounter.

Ohne den Mut Sarrazins zu schmälern (-denn bislang hat ja niemand den immanenten Widerspruch in der Künastschen Aussage, dass Armut und Fettleibigkeit korreliert sind, so richtig wahrgenommen-), gibt es natürlich etwas zu bekritteln. Typisch ist der nostalgische Ablauf der Mahlzeiten: kräftiges Frühstück, feistes Mittagsmahl und Abendbrot-Brot.
Ich beginne den Tag mit einem schwarzen Kaffee und selbstgebackenen Cantuccini, die kilogrammweise Resteverwertung aus der Discounter-Weihnachtsbäckerei ist. Gegen Mittag nehme ich als Angestellter nur einen Snack, Sandwiches oder Reste vom Vortag, zu mir und verlege die Hauptmahlzeit auf den Abend.
Ausgaben heute: Aldi 22,92, Lidl 0,18, Kiosk 4,00 Euro = 27,10 Euro.
Ausgaben 27,10
Kumuliert 135,22
Budget - 39,73

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