Sonntag, 3. Februar 2008

Soziokulturelles Existenzminimum

Ein schönes Wort ist „Teilhabe“. Ich weiß nicht, was das sein soll. Ich vermute, es bedeutet im Bürokratenjargon so etwas wie „Mitleidsgeld“. Wenn man arm ist, kann man natürlich nicht jeden Tag im Hotel Atlantic dinieren. (Es sei denn, man hat - wie Udo Lindenberg - einen besonderen Deal.) Aber einmal in der Woche sollte man sich doch ein Bier in einem gastronomischen Betrieb leisten können dürfen. Das hatte ich mir auch gegönnt, meinen Bekannten etwas von „Fastenzeit“ und „Hartz-IV-Wochen“ und wurde … eingeladen. Da in diesem Etablissement, dessen Name ich aus Rücksicht vor den Verfolgungen entsprechender rücksichtsloser, quasi-terroristischer Vereine nicht nenne, Aschenbecher herumstanden, revanchierte ich mich, indem ich eine Ziggy-Karte am Tresen begehrte, und eine beleglose Packung Zigaretten zog. Macht 4,00 Euro. Eigentlich hatte ich mir ja ausgerechnet, dass eine Zigarette 24 Cent kostet, und Zigarettenkonsum nur durch das Sammeln von Pfandflaschen erarbeitet werden sollte. Aber ich war in Spendierlaune und hatte ja noch immer 6 Euro in der Tasche.

Abends gab es Nudeln mit Hacksoße. Siehe unten. Dank billigerem Wein: 2,00 Euro


Und das Wort zum Sonntag, Thema Teilhabe. Matthäus 25. Das Gleichnis von den zehn Jungfrauen.
1Alsdann wird das Reich der Himmel gleich geworden sein zehn Jungfrauen, welche ihre Lampen nahmen und ausgingen, dem Bräutigam entgegen. 2Fünf aber von ihnen waren klug und fünf töricht. 3Die, welche töricht waren, nahmen ihre Lampen und nahmen kein Öl mit sich; 4die Klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen mit ihren Lampen. 5Als aber der Bräutigam verzog, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein.

6Um Mitternacht aber entstand ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam! gehet aus, ihm entgegen! 7Da standen alle jene Jungfrauen auf und schmückten ihre Lampen. 8Die Törichten aber sprachen zu den Klugen: Gebet uns von eurem Öl, denn unsere Lampen erlöschen. 9Die Klugen aber antworteten und sagten: Nicht also, damit es nicht etwa für uns und euch nicht ausreiche; gehet lieber hin zu den Verkäufern und kaufet für euch selbst. 10Als sie aber hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam, und die bereit waren, gingen mit ihm ein zur Hochzeit; und die Tür ward verschlossen. 11Später aber kommen auch die übrigen Jungfrauen und sagen: Herr, Herr, tue uns auf! 12Er aber antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euch nicht. {Mt.7,23}

13So wachet nun, denn ihr wisset weder den Tag noch die Stunde.


Ausgaben _4,00 Euro
Kumuliert 24,32 Euro

Keine Kommentare: