Montag, 3. März 2008

Immer nur Nudeln mit Hacksauce?

Natürlich nicht. Aber es sollte schon klar sein, dass man sich Bio-Lamm abschminken sollte. Da bezahlt ja man noch den Supervisor für den Therapeuten des Schlachters mit. Überhaupt sollte man sich von der Bangemacherei der Gesundheitsapostel nicht beeindrucken. Bis auf bei ganz harten Alkoholikern, die sich zu 95 Prozent von CH3-CHOH ernähren, treten in Deutschland so gut wie keine Vitaminmangelkrankheiten auf. Ihr inneres Hunger- und Appetitgefühl ist meist der bessere Ernährungsberater, als die ganze Bagage von Ernährungscoaches. An dieser Stelle deshalb ein Lob auf die Kartoffelchips. Mehr Ernährung für so wenig Geld gibts wohl kaum.

Thilos Bestes

Deutsche Leitkultur at its best. Würstchen mit Kartoffelpüree und Sauerkraut. An einem englischen Rasthof durfte ich schon mal 20 Euro für einen kleineren Teller bezahlen, zuhause in Teutonistan ist mit ca. 2 Euro schon das Bier dabei.

Hanuto

Hack, Nudeln, Tomatensauce. Noch Fragen?

Klöße in Tomatensauce

Aus den übriggebliebenen Aldi-Bratwürstchen wird das Fleischbrät herausgelöst und zun Klößen geformt. Die Tomatensauce wird auf spanische Art mit Mandelmehl, das aus den Vorräten der Aldi-Weihnachtsbäckerei stammt, angedickt. Sehr lecker. Dazu Brot und einen fruchtigen Weißen.

Ratatouille

Wenn Auberginen im Angebot sind, zugreifen und ein Ratatouille draus zubereiten. Einfach schnell. Günstig.

Pfannkuchen mit Champignons und Pfifferlingen

Es muss nicht immer nur Marmelade sein. Pfannkuchen ist eine einfache Sache aus dem Grundvorrat. Das teuerste waren die Pfifferlinge aus dem Glas für einen Euro.

Suppenkasper

Die u. a. Minestrone reichte für zwei Personen drei Tage. Hier die Zutaten: 3 Möhren, 1/4 Sellerieknolle, 125 g Nudeln, 1 Stange Porree, 2 Zwiebeln, 1 Knoblauchzehe, 1 Zucchini, 1 Dose Tomaten, 1 Glas Brühe, Parmesan und Olivenöl kostet zusammen 3,60 Euro., dh. pro Portion 0,60 Euro.

Ausgaben heute: 1,20 Euro für ein frisches Baguette.

In den vorangegangen Wochen wurde zurückgekocht, ich ging also mit einem guten Zwanni aus dem Herz4-Monat.

Sonntag, 2. März 2008

Neue Runde

So viel ist im Selbstversuch klar geworden: Mit 4,25 Euro pro Tag kann man sich hervorragend ernähren. Da hat Thilo Sarrazin einfach recht. Klar ist auch, der Bohei, der um seine drei Beispielmenüs veranstaltet wurde, war inszeniert von der kommunistischen Partei mit dem ständig wechselnden Namen, mit dem Ziel, noch mehr von auch meinem Geld für ihre grenzdebile, autoritätshörige Wählerschaft loszueisen. „Zynisch“ war nicht Herr Sarrazin, zynisch ist die gezielte Gleichsetzung von Armut mit relativer Armut.

Vorher

Eine handvoll Gemüse, Dosentomaten, Fertigbrühe, ein Schneidbrett und ein Kochmesser.

Nachher

Eine leckere Minestrone im Jamie-Oliver-Style

Bisherige Erfahrungen
1. Man sollte gänzlich auf Kneipen- und Restaurantbesuche verzichten und stattdessen Geselligkeiten im Privaten organisieren! Außerdem: Stullen schmieren, Thermoskannen und Wasserflaschen verwenden

2. Man muss wirklich jedesmal auf die Preise achten! Hatte ich bislang ein ungefähres vages Gefühl für den Gesamtpreis der Waren im Korb, so rechne ich jetzt noch mal nach, und achte auf Cent-Beträge, die sich dann doch zusammenläppern.

3. Vorsicht vor Gelegenheitskäufen! Hier mal schnell ein Lattesonstwas, da mal ein Buch gekauft, schon ist das schöne Geld futsch.

4. Mit der Umschlagtechnik habe ich richtig Geld gespart! Das Monatsbudget wird aufgeteilt und in vier richtige physikalische Briefumschläge (einen für jede Woche) gesteckt. Die Geldautomatenkarte bleibt zuhause. Das verhindert unüberlegte Spontankäufe!

5. Man sollte seine Vorräte im Auge behalten, damit man nichts wegschmeißen muss. Einmal pro Woche größer einkaufen, zwischendurch auf Angebote achten. Ein moderner Kühlschrank mit anständigem Tiefkühlfach ist super, ein extra TK-Schrank einfach großartig.