Sonntag, 2. März 2008

Neue Runde

So viel ist im Selbstversuch klar geworden: Mit 4,25 Euro pro Tag kann man sich hervorragend ernähren. Da hat Thilo Sarrazin einfach recht. Klar ist auch, der Bohei, der um seine drei Beispielmenüs veranstaltet wurde, war inszeniert von der kommunistischen Partei mit dem ständig wechselnden Namen, mit dem Ziel, noch mehr von auch meinem Geld für ihre grenzdebile, autoritätshörige Wählerschaft loszueisen. „Zynisch“ war nicht Herr Sarrazin, zynisch ist die gezielte Gleichsetzung von Armut mit relativer Armut.

Vorher

Eine handvoll Gemüse, Dosentomaten, Fertigbrühe, ein Schneidbrett und ein Kochmesser.

Nachher

Eine leckere Minestrone im Jamie-Oliver-Style

Bisherige Erfahrungen
1. Man sollte gänzlich auf Kneipen- und Restaurantbesuche verzichten und stattdessen Geselligkeiten im Privaten organisieren! Außerdem: Stullen schmieren, Thermoskannen und Wasserflaschen verwenden

2. Man muss wirklich jedesmal auf die Preise achten! Hatte ich bislang ein ungefähres vages Gefühl für den Gesamtpreis der Waren im Korb, so rechne ich jetzt noch mal nach, und achte auf Cent-Beträge, die sich dann doch zusammenläppern.

3. Vorsicht vor Gelegenheitskäufen! Hier mal schnell ein Lattesonstwas, da mal ein Buch gekauft, schon ist das schöne Geld futsch.

4. Mit der Umschlagtechnik habe ich richtig Geld gespart! Das Monatsbudget wird aufgeteilt und in vier richtige physikalische Briefumschläge (einen für jede Woche) gesteckt. Die Geldautomatenkarte bleibt zuhause. Das verhindert unüberlegte Spontankäufe!

5. Man sollte seine Vorräte im Auge behalten, damit man nichts wegschmeißen muss. Einmal pro Woche größer einkaufen, zwischendurch auf Angebote achten. Ein moderner Kühlschrank mit anständigem Tiefkühlfach ist super, ein extra TK-Schrank einfach großartig.

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